Jede Seite eines Fotobuches wird von mir individuell gestaltet. Als roter Faden dient zum Beispiel die Chronologie der Aufnahmen oder ein geographischer Bezug der Motive. Ziel ist es dabei immer, die Stimmung der Bilder hervorzuheben, ihre motivische Aussage zu verdichten.

Abb. 1
Abbildung 1: Ein Tag am Strand.
Mehrere Aufnahmen wurden hierbei ineinander montiert, so dass die verschiedenen Aspekte des Stranderlebnisses in einer Gesamtkomposition verschmelzen und sich dabei noch verstärken. Ein leichter Transparenzeffekt greift die Wirkung des milden Sonnenlichtes auf.

Abb. 2

Abb. 3
Abbildung 2: Ein anderer Strand, eine andere Technik.
Statt die Bilder ineinander fließen zu lassen, wurden sie hier voneinander abgegrenzt. Die harte Linienführung kontrastiert die natürlich-chaotischen Muster der Bildmotive. Ebenso korrespondiert der weiße Hintergrund mit den farblich zueinander passend ausgewählten Bildern.
Es ist letztlich eine Ermessenssache, mit welcher Gestaltungstechnik an die Bilder herangegangen wird. Auch gibt es Zwischenformen, wie in Abbildung 3 zu sehen: harte Kontraste und ineinander übergehende Bildmotive.
Entscheidend ist, nicht die Effekte um ihrer selbst willen anzubringen, sondern die Bilder sprechen zu lassen.

Abb. 4
Manches Bild ist in seiner Aussage so stark, dass jede weitere Bearbeitung seiner Wirkung abträglich wäre. Doch oft entsteht gerade durch die Bearbeitung und Kombination der Fotos ein neues Bild, das mehr zeigt, als das Ausgangsmaterial zu zeigen vermochte. Oder haben Sie schonmal einen so phänomenalen Mondaufgang gesehen, wie ihn Abbildung 4 zeigt? ;-)
Dies ist – zugegeben – kein ganz ernst gemeintes Beispiel. Deutlicher wird es bei den folgenden beiden Bildern.
Abbildungen 5 und 6: Variationen über ein Thema
Diese Schnappschüsse entstanden während einer Seerundfahrt entlang der Küste Rügens. Mit Genehmigung des Fotografen verwende ich sie hier als Anschauungsmaterial.
Links (Abb. 5) sehen Sie eine Fotobuch-Doppelseite im klassischen Album-Stil. Jedes Foto steht für sich, in der Gesamtheit ist die Seite schön anzusehen, aber doch etwas langweilig.
In Anlehnung an die malerische Kulisse wurden die Bilder in der rechten Variante (Abb. 6) zu einem Motiv vereint, das an eine bewegliche Theaterkulisse erinnert. So entstand aus der Bilderfolge ein Gesamtwerk, dessen Aussage ins Auge springt.

Abb. 5

Abb. 6
Ein entscheidender Vorteil der gedruckten Fotobücher gegenüber herkömmlichen Fotoalben ist die Gestaltungsfreiheit im Umgang mit dem Bildmaterial. Fotos können über- und ineinander montiert, Details herausgeschnitten oder vergrößert werden.
Die Beispiele in den Abbildungen 1 bis 5 wurden mit herkömmlicher Fotobuch-Software angefertigt – Sie sehen, auch damit lässt sich einiges bewerkstelligen. Die Möglichkeiten variieren allerdings je nach Anbieter.

Abb. 7
Um den Einschränkungen der jeweiligen Fotobuch-Software zu entgehen, nutze ich für die Seitenlayouts Bildbearbeitungssoftware von Drittanbietern. Damit lassen sich Motivausschnitte wie in Abbildung 6 oder passgenaue Transparenzeffekte wie in Abbildung 7 erzeugen.
Die Entscheidung, Ihr Fotobuch im klassischen Stil oder doch lieber etwas kreativer gestalten zu lassen, obliegt Ihnen. Gerne nehme ich mich auch Ihrer Wünsche an, was die Hervorhebung einzelner, für Sie wichtiger Motive oder die Verwendung eines bestimmten Effektes anbelangt.
Ansonsten empfehle ich Ihnen: Lassen Sie mir freie Hand, und lassen Sie sich positiv überraschen.
»In 7 Schritten zu Ihrem Fotobuch«